Für die Bewahrung unserer Umwelt - für Vernunft im UNESCO Geopark

#####################################################
Fakten zum Thema Windkraft aus Sicht des hess. Wirtschaftministeriums, empfohlen von dessen Minister Tarek Al-Wazir, der die Energiewende zur "Chefsache" erklärt hat.
Beim Lesen der Lektüre "Mythen und Wahrheiten" zur Windkraft, die wahrscheinlich von Steuergeldern finanziert, erstellt wurde,  stellt man sich ernsthaft die Frage, ob das eine Parodie ist oder die Verantwortlichen rein gar nichts über das Thema verstanden haben. Viel Vergnügen ...
#####################################################

Die IGW wirkt am Faktencheck mit und wird sukzessive die Fakten, die für unser Lautertal von Bedeutung sind, hier darstellen.

Informieren Sie sich täglich über die Entwicklung der Faktenlage!
Wir wünschen viel Spaß beim Durcharbeiten dieser Seite.

Faktensammlung der Uni Frankfurt: Wertverlust durch Windkraft.
Die Universität in Frankfurt am Main hat den Einfluss von Windkraftanlagen auf den Verkehrswert bebauter Wohngrund-stücke untersucht.

Rotmilan überfliegt Reichenbach 19.3.2014 um 13.11 Uhr © MaG

   


Betrachtung: SCHWACHWINDANLAGEN  

Seitens der Befürworter des Windkraftausbaus wird immer wieder von “modernen Schwachwindanlagen” gesprochen und geschrieben. Es wird damit suggeriert, dass es sich um innovative Technologie handele, mit deren Hilfe Windkraft auch in “weniger günstigen Lagen” effektiv genutzt werden kann.

Im vorliegenden Artikel wird das Funktionsprinzip sogenannter Schwachwindanlagen erläutert. Dabei wird betrachtet, inwieweit derartige Anlagen einen Beitrag zur Glättung der Windstromeinspeisung leisten.

Sinn und Un­sinn von Schwach­wind­an­la­gen
   
Dr. – Ing. Det­lef Ahl­born
Der Druck, den der Wind auf einen Flü­gel aus­übt, steigt mit der Wind­ge­schwin­dig­keit an. Je stär­ker der Wind weht, desto stär­ker baut sich auf dem Flü­gel ein Druck auf. Wie man sagt, steigt der Druck mit dem Qua­drat der Wind­ge­schwin­dig­keit an. Das be­deu­tet, dass sich der Druck ver­vier­facht, wenn sich die Wind­ge­schwin­dig­keit ver­dop­pelt.  Die Leis­tung und damit der Strom, den ein Wind­rad ins Netz speist, steigt mit der drit­ten Po­tenz der Wind­ge­schwin­dig­keit-ein Wind­rad ver­mag den acht­fa­chen Strom ins Netz zu spei­sen, wenn sich die Wind­ge­schwin­dig­keit ver­dop­pelt.

Da der Strom im Au­gen­blick des Ver­brauchs er­zeugt wer­den muss, ist diese An­hän­gig­keit für die gleich­mä­ßi­ge Be­reit­stel­lung von elek­tri­scher Leis­tung sehr un­güns­tig: Bei schwa­chem Wind, und der ist in den Mit­tel­ge­bir­gen sehr häu­fig, kann ein Wind­rad nur  ge­rin­ge Leis­tun­gen zur Ver­fü­gung stel­len. So liegt die Leis­tung eines mo­der­nen En­er­con 101-Wind­rads für eine Dauer von 3 Mo­na­ten im Jahr unter 130 kW. [1] 

Weil sich der Winddruck auf den Flügeln der Windkraftanlage aufbaut, wächst die Leistung eines Windrads mit dem Durchmesser des Rotors an und weil der Druck an der Rotorfläche angreift, steigt die Leistung mit der überstrichenen Rotorfläche an. Auch hier gibt es eine quadratische Abhängigkeit: Ein Rotor mit doppeltem Durchmesser hat die vierfache Leistung. Daraus erklärt sich das Bedürfnis der Hersteller, Rotoren mit immer größeren Durchmessern zu bauen. An der starken Abhängigkeit der Leistung von der Windgeschwindigkeit ändert die Größe des Rotors nichts. Die Abhängigkeit der Leistung von der Windgeschwindigkeit ist in Abbildung 1 für Rotordurchmesser von 101 m und 115 m dargestellt. Diese Rotoren sind also ohne weiteres in der Lage bei höheren Windgeschwindigkeiten Leistungen bis 4000 kW zu liefern. Da entsprechende Windgeschwindigkeiten eher selten sind, baut man an die Rotoren Strom-Generatoren mit Leistungen von 3050 kW (Enercon 101, Rotordurchmesser 101 m) bzw. 2500 kW bei der Enercon 115 (Rotordurchmesser 115 m). Diese Generatorleistungen sind in Abbildung 1 als gestrichelte Linien eingezeichnet. Der Rotor einer Enercon 101 erreicht die Generatorleistung bei einer Windgeschwindigkeit von rund 11 m/s und der einer Enercon 115 bereits bei 9.6 m/s.  - Aufgrund der höheren Leistungsfähigkeit des größeren Rotors wird die kleinere Generatorleistung und damit die Nennleistung des Windrads also bei einer niedrigeren Windgeschwindigkeit erreicht. Hersteller und das universitäre Umfeld der Windlobby werben damit, mit dieser Anordnung eine Glättung der Einspeisung zu erreichen und bezeichnen die Anlagen mit größeren Rotoren und kleineren Generatoren als Schwachwindanlagen.

In der vom IWES in Kassel für Agora verfertigten Studie [1] heißt es z. B.: 'Eine systemoptimierte Auslegung von Windanlagen ermöglicht eine stetigere Einspeisung mit weit höheren Volllaststunden und stellt geringere Anforderungen an das Stromsystem.'

Diese Aussage soll nun in den eher windschwachen Mittelgebirgslagen auf Stichhaltigkeit geprüft werden.   --> Den vollständigen Artikel finden Sie hier 

Warum Faktencheck: 

Bei der Gemeinderatssitzung am 11.3.2014 waren wir Zeuge wie die Mehrheitsfraktion sich selbst bemitleidet, statt sich aus dem Würgegriff zu befreien. So haben die Wortführer schon beinahe verzweifelt um Verständnis und Zustimmung zu dem angedachten Faktencheck gefleht. Damit haben sie, für jedermann sichtbar, ihr Informationsdefizit zugegeben. Manche der Fraktionsmitglieder bemerkten erst jetzt dass sie sich mit den Fakten noch gar nicht befasst und nur die Argumentation von 3P Windenergie und GLL nachgeplappert haben.

In dieser Zeit ist die Meinungsbildung der Bürger, dank der unabhängigen Arbeit der IGW und der IKB vor sich gegangen. Auch die Ortsgruppe Lautertal-Reichenbach der SPD hat die Zeit genutzt und sich mit dem Thema ausführlich befasst. Sie knüpft an die wichtige Rolle an, welche die SPD in unserem Lautertal stets gespielt hat. Und weis das sie in der Tradition steht für die Bürger da zu sein.

Der Faktencheck soll nun die Mehrheitsfraktion in der Gemeindevertretung aus ihrem Versagen gegenüber den Lautertaler Bürgern befreien. Und zuletzt auch noch aus dem Würgegriff, sofern sie das überhaupt anstrebt, denn dann muss sie ja selbst zu dem Thema beitragen. Seien Sie gespannt auf die zu erwartenen Beiträge (...aber auch auf die Blockaden!) der Mehrheitsfraktion. Erste Ansätze sich den Bürgern wieder zu nähern sind bereits zu erkennen.