Für die Bewahrung unserer Umwelt - für Vernunft im UNESCO Geopark


WINDKRAFT
Vernunft und Augenmaß haben keine Chance
"GLB fordert mehr Flächen für Windkraft", BA vom 19. Mai
Während andere gesellschaftliche Gruppierungen inzwischen erkannt haben, dass dem Nutzen der Windkraft in Deutschland ein weitaus größerer Schaden entgegensteht, setzen die "Grünen" weiterhin auf ihr Steckenpferd, die Natur und Landschaft mit Windrädern zweifelhaften Nutzens zuzupflastern. Weiter...


ENERGIEWENDE
Windkraft ja - aber nicht in Buchenwäldern
"GLB fordert mehr Flächen für Windkraft", BA vom 19. Mai
Die GLB möchte den Kesselberg, den Haurod und den Teufelsberg als Vorranggebiete für Windkraftanlagen aufnehmen. In dem im Betreff genannten Artikel heißt es: "Die Bergbuchenwälder des vorderen Odenwaldes werden durch kleine Lichtungen für Windkraftanlagen nicht bedroht - im Gegenteil, sie werden sogar ökologisch aufgewertet." Weiter...


WINDKRAFT
Gemeinsame Attacke auf Naturschutzgebiet
"GLB fordert mehr Flächen für Windkraft", BA vom 19. Mai
Liest man den Artikel zum Thema Windkraft, könnte man dem Eindruck verfallen, dass die Bensheimer Grünen und die "Roten" aus Heppenheim gemeinsam in Sachen Kesselberg/Heiligenberg agieren. Weiter...


WINDKRAFT
Machen Windräder krank?
Bei allen bisher gelesenen Kritiken bezüglich Windrädern, die meiner Ansicht nach absolut berechtigt sind, darf man einen wesentlichen Punkt nicht vergessen - nämlich den alle Lebewesen krankmachenden Infraschall. Ich behaupte, dass der Betrieb der meisten Windräder in Deutschland der größte Menschenversuch aller Zeiten ist. Weiter...


NABU und WINDKRAFT
Erbärmlich bis befangen
Gegen den Windparkbau in Lautertal hatte der NABU-Kreisverband bereits 2014 die Hilfe verweigert - nun auch die Bürgerinitiativen im Odenwald ohne Hilfe allein gelassen im Kampf gegen die Naturzerstörung der Ende 2016 genehmigten Windmonster am Stillfüssel und am Kahlberg. Was soll der Widerspruch nach der Baugenehmigung noch bewirken? 2016 waren mehrere Gutachten vorhanden, die der NABU hätte prüfen und gegebenenfalls anfechten können - Fehlanzeige!
Ein Imageverlust für den NABU. Weiter...



ENERGIEWENDE
Nachruf auf eine intakte Landschaft im Odenwald
"Zwei Windparks im Odenwald genehmigt", BA vom Montag, 2. Januar
 
Die Entscheidung, einen Windpark von zunächst fünf Windrädern auf dem Stillfüssel bei Siedelsbrunn zu genehmigen, war falsch. Sie war falsch nicht nur, weil sie übereilt erfolgte - wohl auf Druck der Betreiber, die noch vor Jahresende die vollen Subventionen abgreifen wollten. Sie war auch falsch, weil sie eine noch intakte naturnahe Odenwaldlandschaft zerstört. Weiter...


ENERGIEWENDE
Erleben wir eine Energiewende ins Desaster?
"Strom aus Sonne und Wind:"

Die Stadt Bensheim und der kommunale Energieversorger GGEW geben viel Geld für die Rettung des Weltklimas aus. Aber wie sieht es mit einer sicheren Stromversorgung für Bensheim aus? Die Bensheimer sollen Pachtverträge mit der GGEW für Photovoltaikanlage und Stromspeicher abschließen (BA, 29. Juli). Die Stadt Bensheim gönnt sich, trotz 150 Millionen Euro Schulden, einen "Masterplan 100 Prozent Klimaschutz". Bensheim ist Modellkommune für den Klimaschutz und gewährt großzügig Zuschüsse von bis zu 2000 Euro für Solarstrom (BA, 8. September). Weiter...

WINDKRAFT
Die Arroganz der Politik vorgeführt
"Lautertals schwieriger Weg zum Kompromiss
bei der Windkraft", BA vom 20. August:

Bürgerforen, Meditationen: Demokratie, duck Dich! In dem Artikel wurde über den "schwierigen Weg" zur Windkraft, insbesondere in Lautertal, nochmals berichtet. Es wird herausgestellt, dass letztlich Umweltschutzgründe den Bau verhindert hätten. Diese Begründung erscheint mir geschönt zu sein. Es waren doch massive Proteste der betroffenen Bürger (auch infolge des geplanten Abstands zu Häusern), die den Bau verhindert haben. Weiter...

SCHUTZGEMEINSCHAFT ODENWALD
Baugenehmigung für WEA Greiner Eck ist eine Kriegserklärung an
Landschaft, Tiere und Menschen
Die Schutzgemeinschaft Odenwald bewertet die aktuelle Genehmigung mit Sofortvollzug der
Windenergieanlagen am Greiner
Eck oberhalb von Hirschhorn durch das Regierungspräsidium
Darmstadt mit deutlicher Ablehnung.

„Wir sehen darin eine Kriegserklärung an die Landschaft des Odenwaldes sowie an die hier lebenden
Tiere und Menschen“, so Johannes Drerup, der neu gewählte stellvertretende

Vorsitzende der Schutzgemeinschaft. Weiter...

KOMMUNALWAHL 2016
Wahrhafige grüne Politik?
"Hessens Grüne legen die Latte hoch", BA vom 12.01.2016

Der BA hat programmatische Schwerpunkte der hessischen Grünen vorgestellt.
               "Für alle, die es gerne grün mögen. Wälder schützen und erhalten":
Das wollen die Grünen also landesweit plakatieren. Weiter...


WINDKRAFT
Gegenrechnung zur Kalkulation der GGEW
"Windparkbau hat begonnen", BA vom 28. Juli

Roßdorf geht jetzt offshore - oder hat sich die GGEW, wie auch schon im Lautertal, böse verrechnet? Weiter...

ENERGIEWENDE
Märchenstunde zur Windkraft mit dem Energieversorger
"Windparkbau hat begonnen", BA vom 28. Juli

Wieder einmal werden die Leser über die tatsächlichen Erträge von Windkraftanlagen
in unserer Region (bewusst?) getäuscht. Die Nennleistung der für Roßdorf am dortigen Tannenkopf geplanten beiden Windräder beträgt pro Stück 2,53 Megawatt (MW). Der prognostizierte Windertrag wird mit rund 15 000 Megawattstunden (MWh) angegeben. Damit könnten rund 5000 Haushalte mit "klimafreundlichem" Strom versorgt werden. Weiter...


KOMMUNALPOLITIK
Mächenparadies Kreis Bergstraße
"Nach dem Aus für das ZAKB-Windrad melden sich Kritiker zu Wort"

Ich dachte, dass mit der Nibelungengeschichte das Märchenrepertoire des Kreises Bergstraße erschöpft ist. Jetzt weiß ich: Hier im Kreis sind Märchen Teil des täglichen Politik-Geschehens. Weiter...

ENERGIEWENDE
Windkraft in Roßdorf: Zahlen angezweifelt
"GGEW darf zwei Windräder bauen" im BA vom 25. April

In dem Bericht werden die Leser wieder einmal über die tatsächlichen Erträge von
Windkraftanlagen in unserer Region irregeführt. Die Nennleistung der für Roßdorf am dortigen Tannenkopf geplanten beiden Windräder beträgt pro Stück 2,53 Megawatt.
Der prognostizierte Windertrag wird mit rund 15 000 Megawattstunden angegeben. Damit könnten angeblich rund 5000 Haushalte mit "klimafreundlichem" Strom versorgt werden. Weiter...


ENERGIEWENDE

Fantasien vom Ende der Welt
"Wo bleibt bei den Windkraftgegnern die Fantasie?", Leserforum vom Donnerstag, 9. April

In dem Leserbrief wird die fehlende Fantasie von Windkraftgegnern aus der Gemeinde Lautertal bemängelt. Ich kenne die Leute: Sie haben die positive Fantasie, sich eine Energieversorgung ohne Kernkraft, ohne Windräder in Lautertal und ohne fossile Energien vorzustellen. Weiter...



WINDKRAFT

Sinneswandel verdient großen Respekt
"
Zum „Nein“ einer Erdbacher Bürgerin, die ihr Grundstück nicht mehr für den Windpark zur Verfügung stellt"

Die Entscheidung einer Erdbacher Bürgerin, ihr Grundstück für eine von der MVV AG darauf zu errichtende Windkraftanlage (WKA) sowie für die Montage einer zentralen Umschalt-Box zur Ableitung des aus demWindpark gewonnenen Windstroms nicht mehr zur Verfügung stellen zu wollen, verdient allergrößten Respekt. Das sollte von allen akzeptiert werden. Weiter...

BA-Leserforum vom 16. März 2015


ENERGIEWENDE

Die Region ist kein spezifisches Wind-Gebiet
"Sollen wir wirklich bei Kohle, Öl und Gas verharren",
BA-Leserforum vom 16. März 2015

Zu dem Leserbrief möchte ich bemerken, dass der Verfasser offenbar von einer besorgniserregenden Unkenntnis beschlagen wäre, wenn er wirklich glaubt, dass Wind und Sonne allein ausreichen, um die Energiewende zu realisieren. Weiter...

ENERGIEWENDE

Das ist nicht nur eine Frage des politischen Willens
"Sollen wir wirklich bei Kohle, Öl und Gas verharren",
BA-Leserforum vom 16. März 2015

In dem Leserbrief werden sehr pauschal alle Windkraftgegener angegriffen. Da auch ich der
Einbetonierung von Industrieanlagen in Naturräume und der Tötung von Vögeln und Fledermäusen
sehr kritisch gegenüberstehe, möchte ich gerne etwas dagegenhalten. Weiter...


ERNEUERBARE ENERGIEN

Geothermie vereint alle Vorteile auf sich
"Ich bin kein Lobbyist",
BA vom 06. März 2015

Ist GGEW-Vorstand Dr. Peter Müller etwa das Gegenteil eines Lobbyisten? Nein, er beeinflusst keine Politiker. Nein, er ist sogar deren Opfer, weil er völlig uneigennützig und in vorauseilendem politischen Gehorsam das umsetzt, was sich unsere politische Oberklasse mehrheitlich fast gänzlich technikresistent, in völlig unnötiger Panik hat einreden lassen
!
Weiter...


WINDKRAFT

Mehr Transparenz würde allen Beteiligten gut tun
"Windpark am Haurod ist vom Tisch", BA vom 30. Januar

Die Gemeindevertretersitzung am 15.01.2015 hat einmal mehr deutlich gezeigt, dass die
Koalition von SPD/ GLL kein echtes Interesse an einer Informierung der Bürger über den
aktuellen Stand in Form einer Bürgerversammlung hat. Dies ist aus der Sicht der Koalition
gut nachvollziehbar. Weiter...


WINDKRAFT

SPD und GLL haben an den Bürgern vorbeiregiert
"Windpark am Haurod ist vom Tisch", BA vom 30. Januar

Nun ist es wohl offiziell: Die Energiegewinnung durch Windkraft findet in Lautertal nicht statt. Die GGEW hat ihren Bauantrag beim RP zurückgezogen. Weiter...

WINDPARK HAUROD

 
Beerdigung einer Provinzposse
"Windpark am Haurod ist vom Tisch", BA vom 30. Januar
Dafür, dass es mit der Gemeinde Lautertal keine Absprachen gegeben hat, hat der Antragsteller GGEW offensichtlich sehr spontan und sehr tief in die Tasche gegriffen und eben mal 300 000 Euro in den Sand des Haurods gesetzt. Weiter...

WINDKRAFT

 Knoden wird Unrecht getan
"Ende der Windkraft-Debatte als Chance", BA vom 12.01.2015

Diese Überschrift macht Hoffnung auf ein neues Miteinander, um gemeinsam voranzukommen. Weiter...

WINDKRAFT

 
Rotmilane und serbische Freischärler
BA vom 18. Dezember
Minister Al-Wazir warnt davor, die Bürgerproteste gegen Windräder "überzubewerten", sie seien nicht der Normalfall. Er rät dazu, bei diesem Thema "Gelassenheit an den Tag zu legen". Weiter...

WINDKRAFT

 
Im Lautertal weht nur ein laues Lüftchen
"Bürgerinitiativen legen eigene Messdaten vor", BA vom 26. November
Ach, was wurde die Bürgerinitiative gegen den "Windwahn" im Lautertal von der herrschenden Polit-
Koalition angegriffen, sie würde Spendengelder vernichten. Welche Spendengelder? IKB und IGW
haben Geld in Form von freiwilligen Zuwendungen von mündigen und umsichtigen Bürgern
eingesammelt, da die Bürger - und das sind mehrere Hunderte - gern ein bisschen mehr Klarheit
darüber hätten, ob das Lautertal überhaupt ein geeigneter Standort für drei Windkraftanlagen ist. Weiter...


WINDKRAFT

 Auswirkungen nicht nur direkt vor Ort
"Das Windkraft-Dilemma", BA vom 20. November
Zu diesem "BA"-Bericht muss eindeutig festgestellt werden, dass hier nur die Überschrift stimmt. Windkraftanlagen sind ein Dilemma per se.
Sie zerstören soziale Strukturen in den Dörfern, alte Freundschaften und Familienverbände. Sie zerstören unsere Natur und Landschaft stärker, als es je bisher irgendein Bauvorhaben der Menschheit geschafft hat. Weiter...


WINDKRAFT-DEBATTE


 
Windkraft sollte die Bürgermeisterwahl nicht gefährden
"SPD weist Vorwurf der Lüge zurück", BA am 18. August 2014
Es zeigt sich wieder einmal, dass die Fraktion der SPD nicht in der Lage ist, über den
eigenen Horizont - geschweige denn über den "geistigen Tellerrand" - zu gucken. Fakt ist,
dass das Thema Windkraft in Lautertal seinerzeit bewusst unter den Teppich gekehrt wurde,
um die Wiederwahl von Bürgermeister Jürgen Kaltwasser nicht zu gefährden. Weiter...



WINDKRAFT ROßDORF


Bürger werden für dumm verkauft
"Stören Windräder das Wetterradar", DE am 05. August 2014



Windkraft:

 
Die GLL hat ihre Vorreiterrolle verspielt
 "Streit um Windpark", BA am 29. Juli 2014

Die Grünen waren früher für mich als Vorreiter der Basisdemokratie und des Umweltschutzgedankens in der Politik Vorbild.
Nun haben Beobachter der jüngsten Gemeindevertreter-Sitzungen erleben können, dass nur durch den Druck des Runden Tisches zum Thema Windkraft im Lautertal die Mehrheit aus SPD und GLL überhaupt zu einer Bürgerbefragung zu diesem strittigen Thema bewegt werden konnte
. Weiter...


ENERGIEWENDE

Zauber der Energiewende
"Tarek Al-Wasir gibt der Energiewende ihren Zauber zurück", FAZ am 29. Juli 2014
Das ist nicht notwendig. Die Energiewende umwehte schon immer ein gewisser Zauber; Voodoo für Einsteiger sozusagen. Weiter...
 


Windkraft-Streit:

Von der SPD maßlos enttäuscht

"Sitzung der Gemeindevertretung 03.07.14", BA am 10. Juli 2014
Als Lautertaler Bürger und Gegner der Windkraftanlagen am Knodener Kopf besuchte ich die Sitzung der Gemeindevertretung. Mit Enttäuschung stellte ich fest, dass die SPD ihre Arroganz gegenüber uns Bürgern, die gegen die Windkraftanlagen sind, nicht ablegen konnte. Weiter...

 Windkraft-Streit:

SPD und GLL bewegen sich in einer Scheinwelt
"Sitzung der Gemeindevertretung 03.07.14", BA am 10. Juli 2014
Das Spektakel anlässlich der letzten Gemeindeparlamentssitzung vor der Sommerpause gab wieder einmal Einblicke in Tiefen der Lautertaler Politik, die geprägt ist von Inkompetenz, Unwissenheit und eigennützigem Parteiendenken. Weiter...


WindkraftDEBATTE:

Gemeinde sollte ihren eigenen Weg gehen
"Windpark am Haurod", BA am 05. Juli 2014

Wenn ich nicht mehr weiter weiß, bilde ich einen Arbeitskreis. Nach diesem Motto wurde im Dezember 2013 vom Bürgermeister ein Dialogverfahren angeregt. Bei der Sitzung wurden zirka 2000 Unterschriften gegen den Bau von Windrädern übergeben. Weiter...

Windkraft:

Naturschutz als höchstes Gut
"GGEW will klare Zusage für Flächen", BA am 21. Juni 2014

Mit Verwunderung habe ich zur Kenntnis genommen, dass nach Aussagen des Vorstandsvorsitzenden der GGEW, Dr. Peter Müller, eine "verbindliche Zusage" der Gemeinde vorliegen soll. Weiter...


Windkraft:

Zwei Seiten, zwei Perspektiven
"GGEW will klare Zusage für Flächen", BA am 21. Juni 2014

Nun ist es also raus! Die GGEW AG, vertreten durch ihren Vorstand Dr. Peter Müller, hat von der Gemeinde "eine Zusage" bekommen, gemeindeeigene Flächen für die geplanten Windräder verpachtet zu bekommen. Weiter ...


HAUROD-PROJEKT:

Betroffene werden nicht ernst genommen
"Windkraft soll Wandertourismus beleben", BA vom 28. März
 

Die Befürworter von Windkraftanlagen erklären zwar, an einer ernsthaft sachlichen Diskussion interessiert zu sein, doch ihre Beiträge vermitteln den Betroffenen das Gefühl, nicht ernst genommen zu werden. Weiter ...


HAUROD-PROJEKT:

Bürger haben Nachsitzen nicht verdient

Dialogverfahren

Nach mehr als einem Jahr Informations-Blockade durch Windkraftbefürworter und deren politische Vorreiter in Lautertal zu einem Dialogverfahren an einem Runden Tisch zu sitzen, ist für die meisten Gegner aus den beiden Bürgerinitiativen unverdient kollektives Nachsitzen. Weiter...


HAUROD-PROJEKT:

Von belebtem Tourismus ist nichts zu spüren
"Windkraft soll Wandertourismus beleben", BA vom 20. März

Die Grüne Liste Lautertal will den Menschen allen Ernstes erzählen, dass 200 Meter hohe Windräder, die weit sichtbar auf den Höhen stehen und schon deshalb überhaupt nicht in die Landschaft passen, den Wandertourismus belebe. Wer soll das denn glauben? weiter...


HAUROD-PROJEKT:

Windräder haben hier absolut nichts verloren

Der Naturschutz, die Landschaftspflege und ihre Schutzwürdigkeit sind im Gesetz klar geregelt. Als Eingriffe in die Natur und Landschaft gelten unter anderem die Herstellung von baulichen Anlagen, also auch Windräder. Maßgeblich ist die tatsächlich gegebene Landschaftssituation, in der das Vorhaben geplant ist. Dabei ist das Vorhaben zu untersagen, wenn die Beeinträchtigungen nicht zu vermeiden sind. Weiter...


HAUROD-PROJEKT:


   Wasch’ mir den Pelz, aber mach’ mich nicht nass
 
    Windkraft-Streit

Die Gemeinde Lautertal ist in zwei Teile gespalten, aber nicht in Bürgern pro und kontra Windkraft am Haurod, sondern in uninformierten und falsch informierten Bürgern. Es kursieren die unsinnigsten Behauptungen, beispielsweise die, dass Infraschall impotent mache. Weiter...

HAUROD-PROJEKT:

Nicht die gleichen Fehler wieder machen
Windkraft-Streit

Die Energiewende wird zum größten Flop in der deutschen Geschichte werden. Oder ist sie es schon? Weiter...

HAUROD-PROJEKT:

CDU-Parlamentarier wurden regelrecht weichgekocht 
"CDU kennt die Spielregeln nicht", BA vom 1. März

Als parteiloser Ortsvorsteher und gewohnheitsmäßiger SPD-Wähler bin ich regelmäßig bei den Sitzungen der Gemeindevertretung anwesend - so auch bei der Sitzung, in der die CDU der Verpachtung von gemeindeeigenen Flächen zugestimmt hat. Da über die Sitzungen nur ein Ergebnisprotokoll angefertigt wird, lassen sich die Redebeiträge während der Debatte nicht mehr im Detail belegen. Weiter...

HAUROD-PROJEKT: 

Wertminderungen sind nicht auszuschließen
Immobilien-Wertverluste durch Windkraftanlagen 
 

Wie häufig bei projektierten Windkraftanlagen wird im Vorfeld auch über Wertminderung und Entschädigungsanspruch diskutiert. Leider sind die Argumentationen teilweise persönlich gefärbt und nicht wirklich der Sache dienlich. Als Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte für den Landkreis Bergstraße möchte ich zur Objektivierung beitragen. Weiter...

HAUROD-PROJEKT:

Windräder rechnen sich nur wegen hoher Subventionen

Windkraft-Streit

Im Jahr 1975 haben meine Frau und ich den Kohlwiesenhof gekauft, wir sind also seit 39 Jahren "Neubürger"  in Lautertal. Davon war ich 20 Jahre lang Vorsitzender der Ortsgruppe Beedenkirchen  im Naturschutzbund (Nabu). Mit über einer halben Million Mitgliedern ist der Nabu der größte Umweltverband in Europa - größer als BUND und Grüne zusammen. Weiter...


 HAUROD-PROJEKT:

Mit dem Großraum Frankfurt nicht vergleichbar
"Wir müssen von der Hetzkampagne wegkommen, BA vom 22. Februar

Nach der Lektüre des Leserbriefs wusste ich offen gestanden nicht so recht, ob ich angesichts der abenteuerlichen Behauptungen lachen oder vor Rührung weinen sollte. Weiter...


HAUROD-PROJEKT:

Widerliches Spektakel an Inkompetenz
"Bürgermeister sieht keine Verfahrensfehler", - BA vom 25. Februar

Ich habe zur Kenntnis genommen, dass der Bürgermeister von Lautertal die Vorgänge in der letzten Gemeinderatsitzung nicht so sieht, wie sie von der CDU beanstandet werden. Es ist ein und dieselbe Person, die an der vorletzten Gemeinderatsitzung in Gadernheim auch nicht die Frage beantworten konnte, wer den Kontakt mit der GGEW aufgenommen hat, und die nach reiflicher Überlegung zu dem Ergebnis kam, dass er, der Bürgermeister, es nicht war. Sind denn alle SPD-GLL Vertreter mit den Sinnen noch auf der Höhe der Diskussion oder haben einige Mitglieder bereits große Schwierigkeiten mit ihren Erinnerungen? Weiter...



HAUROD-PROJEKT:

Tiefer Griff in die politische Trickkiste 

  Windkraft-Debatte

  Als Besucher der Sitzung der Gemeindevertreter in Lautern am 19. Februar musste ich erleben, wie  SPD und Grüne ein Grundprinzip der Demokratie auf den Kopf gestellt haben. Weiter...


HAUROD-PROJEKT:


  SPD und GLL haben sich noch weiter von den Bürgern entfernt

Man könnte meinen die SPD mit Bürgermeister Kaltwasser sei der GLL hörig, da sie es nicht schaffen sich aus den Klauen der GLL in Gestallt eines Frank Maus zu befreien.  Weiter...

WINDKRAFT:

Mühlenärger frei nach Wilhelm BuschÄrgerlich.

Aus der Mühle schaut der Müller,
Der so gerne mahlen will.
Stiller wird der Wind und stiller,
Und die Mühle stehet still.
So geht's immer, wie ich finde,
Rief der Müller voller Zorn.
Hat man Korn, so fehlt's am Winde,
Hat man Wind, so fehlt das Korn.
Wilhelm Busch (1832 – 1908)

Ja, schon Wilhelm Busch hatte erkannt, dass das eine vom andern abhängig ist und noch heute haben wir bei den Windmühlen nur ca. 20 % Betriebsdauer und eigentlich keine wirtschaftliche Rentabilität. Die Photovoltaikanlage „arbeitet“ sogar nur ca. 12%. 

Prokon hat es gezeigt, dass Wunschdenken noch keine elektrische Energie erzeugt und die s.g.  „erneuerbaren Energien“ eben unstet und damit für eine alleinige, zuverlässige Energieversorgung nicht geeignet erscheinen. Sie könnten nur Ergänzung sein. 
Was uns fehlt und was Priorität haben müsste, wäre eine „Grundversorgung“ unabhängig von Wind und Wetter, bei Tag und Nacht.  Ein Netz von modernen, immissionsarmen  Kraftwerken über das ganze Land verteilt, ergänzt auch durch Solar-, Bio- oder Windstrom. 
Was wir heute in der Diskussion erleben ist kein Unabhängigkeit von Wind und Wetter sondern Angstmacherei beim Thema Klima und Umwelt vergleichbar mit dem Ablasshandel im Mittelalter. Die neue Regierung mit Herrn Gabriel wird es schon richten, so scheint es. 

Bei der Diskussion gibt es Protagonisten, die zuerst ihr Geld in Sicherheit bringen wollen und die derzeitigen Chancen bei 6 % Zinsversprechen nutzen. Geldleute, Banken, Versicherungen, Geschäftemacher, Energieunternehmen, besser verdienende Selbständige und Beamte. 
Daneben gibt es engagierte Klimaretter, die zusehen müssen, wie sich der CO-2-Ausstoss durch die Energiewende verschlechtert, wie zusätzlich für Wind-Industriekraftanlagen Bäume gefällt und Landschaft verschandelt wird. Sie müssen erfahren, dass unsere Bemühungen in Deutschland dazu führen, den Weltuntergang um ca. 36 Sekunden zu verzögern. Der „kleine Mann“, der von seiner Hände Arbeit leben muss, träumt am Wochenende von Spazierwegen in seiner Heimat, in der Nachbarschaft, von Erholungslandschaft, von Buchwäldern und niedrigen, bezahlbaren  Energiepreisen. 
Er träumt davon, dass sein Arbeitsplatz auch mit höheren Energiepreisen sicher bleibt, sein Häuschen erhalten und seine Kinder in einem gesunden Lebensraum aufwachsen. Dass sich die Bedingungen wenigstens nicht verschlechtern. 

Die Gebühren,  das „Geld der Anderen“ ist da schnell ausgegeben. Da ist es schon durchsichtig, wenn man dann über die „Armut“ klagt, wohl wissend, dass man selbst für verschärfte Umweltvorschriften, für Verkehrsbehinderungen, für noch mehr Gutachten, für Aufsichtspersonal, für  Einschränkungen der Freiheitsrechte des Einzelnen und damit auch für die immense Kostensteigerungen verantwortlich ist.  
„Ärgerlich“ sagt da schon Wilhelm Busch und er hat recht damit.  

Anton Gölz ,  Heppenheim                                                                                           19.2.2013     Bergsträßer Anzeiger

WINDKRAFT:  

Appell an die Gemeindevertreter in Lautertal

 Die Gemeindevertreter der SPD in Lautertal haben sich endgültig als Interessenvertreter der Bürgerinnen und Bürger in Lautertal disqualifiziert. Sie sprechen von einer "kleinen Gruppe von Windkraftgegnern - insbesondere Anliegern" , die sie ernst nehmen, der Rest wolle nur "Emotionen schüren und verbreite Unwahrheiten". Weiter...

Die IGW sorgt wie immer für unverschleierte Informationen: * Der folgende rot gekennzeichnete Text stand im Original Leserbrief und wurde von der Redaktion des BA entfernt. 

Nicht nur, dass Sie eine krachende Niederlage einstecken müssen und eine schallende Ohrfeige ihrer Wählerinnen und Wähler  kassieren, nein nach dem Wortlaut Ihrer auf Ihrer Homepage nachzulesenden Aussage, dass sämtliche Beschlüsse über die Windkraftanlagen innerhalb der SPD einstimmig gefasst wurden, müssten Sie eigentlich alle geschlossen von Ihrem Amt zurücktreten !

WINDKRAFT:

 Komödienstadl“ im Parlament?"

An Peinlichkeit nicht zu überbieten war die Sitzung des Lautertaler Gemeindeparlaments am 6. Februar in der Heidenberghalle in Gadernheim. Da hatte das Gemeindeparlament die Mediatorin Dr. Grobe für 20.15 Uhr zur Kommentierung der Vorgespräche zum Für und Wider Windkraftstandort eingeladen. Dann ließ man die honorige Dame sowie den Vertreter der Hessen Agentur, Dr. Kaps, übermäßig lang warten, um sich in einer Art "Schmierenkomödie" selbst zu deklassieren. Weiter...

ENERGIEPOLITIK:

Lasst die Lautertaler Bürger entscheiden                                                Windpark am Haurod

Da das Thema, "das keiner mehr hören will, aber trotzdem alle bewegt", viele - meines Erachtens zu viele - Lautertaler Bürger belastet, möchte ich als bekennender Grünen-Wähler einen Aufruf an alle Entscheidungsträger für einen Bürgerentscheid starten.
Dem Grundsatzentscheid  zur Untersuchung der möglichen Nutzung von "was keiner mehr hören will, aber alle bewegt" wurde zwar von der Mehrheit der Gemeindevertreter getroffen. Die Information über die weiteren Planungen und die gravierenden Auswirkungen wurden der Bevölkerung aber weitgehend bis gänzlich vorenthalten.
Massiver Eingriff

Ein für Jahre nachwirkender massiver Eingriff in unseren nahen Lebensraum darf meines Erachtens nicht allein durch Gremien, Initiativen, Vereinigungen, Amtspersonen, Vorstände von Betreiberfirmen, externe Mediatoren oder lokale Parteien entschieden werden. Oder aber diese Entscheidung muss massiv beeinflusst werden. Dies geht in erster Linie die Lautertaler Bürger an; also lasst sie gemeinsam die Entscheidung tragen. Sollen doch die besten bereits vielfältig vorgetragenen Argumente siegen
.
Lasst uns endlich die zum Teil emotionalen, hitzigen und persönlich werdenden Diskussionen beenden und die Entscheidung den Lautertaler Bürgern übertragen. Lasst uns nicht einen Fehler "Atomkraft" mit einem unter Umständen nicht  mehrheitsfähigen weiteren möglichen Fehler "ausgleichen".

Pro und Kontra abwägen
Für mich ist grüne Politik die demokratische und ökologische Abwägung von Pro und Kontra: Beitrag zum Klima und Umweltschutz; Pachteinnahmen und risikobehaftete Gemeinde- und Bürgerbeteiligungen an gewinnorientierten Energiebetreiber-Modellen gegen die Zerstörung von unverbauten Erholungsgebieten und Wald-Landschaften; Zerstörung von Biodiversität (= natürliche Vielfalt von Landschaft, Lebensräumen und Arten) sowie massive Beeinträchtigung von Bürgerinteressen, Gefühlen und Ängsten und gespielte Wirtschaftlichkeit getragen durch erhebliche Subventionen von der Allgemeinheit.
Edwin
Mink

Reichenbach
                                                                      
© Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 06.02.2014

WINDKRAFT

Die Mehrheiten sind jetzt endlich klar
Die Energiewende macht mobil, BA vom 3. Februar

Insgesamt 250 Lautertaler haben in Bensheim gegen den Bau von drei großen Windrädern im Lautertal, zwischen Hohberg und Knodener Kopf, demonstriert.
Dann sind die Mehrheitsverhältnisse jetzt ja endlich geklärt. 250 sind dagegen - 2400, die Bürgermeister Kaltwasser wiedergewählt und damit seine Politik und die der SPD und GLL klar bestätigt haben, sind dafür, dass der regionale Energieversorger GGEW im Lautertal drei Windkraftanlagen baut und betreibt
.
Dann warten wir jetzt ab, dass der Bauantrag genehmigt wird. Die Pachtverträge werden unterschrieben, die Windräder werden gebaut, und wir Lautertaler können uns wieder um andere Dinge kümmern. Ich freu' mich drauf - auch auf den guten Blick, den ich dann von Wohnzimmer und Balkon auf die neuen Windräder haben werde.

Dass der "Lärm" der Windräder uns nicht den Schlaf rauben wird - egal ob der Abstand zu unseren Häusern und Wohnungen 600 oder 1000 Meter beträgt -, das wissen wir doch alle.
Der Wind, der um unsere Hausecken pfeift und an unseren Fensterläden rüttelt, wird immer lauter sein als die Windradgeräusche, die bei Volllastbetrieb eventuell zu hören wären, wenn es gerade gleichzeitig windstill wäre.

   Windräder "in echt" ansehen

Was bleibt, ist die Sichtbarkeit. 200 Meter lassen sich nicht im Wald verstecken, und Windräder zu vergraben, hat ja auch wenig Sinn. Wer einen Eindruck davon haben will, wie groß Windräder "in echt" sind, dem kann ich nur raten, sich Windräder "in echt" anzusehen und anzuhören. Fotomontagen helfen da nicht weiter. Ich habe das im Mossautal und auf der Neutscher Höhe getan. So laut und so groß sind sie aus ein paar hundert Metern Abstand gar nicht mehr - aber macht euch selbst ein Bild!
Unterschriftensammler, die mit bewusst falschen Zahlen und Aussagen auf Stimmenfang gehen, kann ich nicht ernst nehmen. Und ich hoffe, dass das auch unsere gewählten Volksvertreter nicht tun.

  Rudi Roth, Reichenbach - © Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 06.02.2014

Liebeserklärung an Lautertal

  Windkraft-Projekt in Lautertal

   Mein Lautertal im Odenwald - mit Bächen, Wiesen, Feldern,
    die Vögel zwitschern überall in deinen Buchenwäldern.

  Dein Bürgerfleiß ist stets präsent, es herrscht ein reges Leben,
  und viele Brunnen plätschern leis' beim Abendglockensegen.

  Vom Borstein aus schau ich ins Tal, ein schönes Fleckchen Erde
,

  und seh' im warmen Sonnenstrahl die Schafe meiner Herde.

  Mein Lautertal, wie lieb ich dich, hast Berg' und sanfte Hügel,
  ich wünsch dir alles Glück der Welt - ganz ohne Windradflügel!

   Irene GorkaReichenbach -© Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 28.01.2014

http://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/leserbriefe/liebeserklarung-an-lautertal-1.1378129

Rotoren als Attraktion am Kirchberg

Bensheimer Grüne fordern schnellen Bau der Rotoren, BA vom 23. Januar:

An den Grünen scheint die Diskussion über Sinn und Unsinn der Stromerzeugung durch weitere Windkraftanlagen in Deutschland spurlos vorübergegangen zu sein. Nicht nur, dass sie ernsthaft verkünden, der Bau weiterer Anlagen würde den Strompreis bezahlbar machen, wo doch nunmehr auch die Bundesregierung offiziell das Gegenteil annimmt. Nein, sie setzen noch eins drauf: Sie wollen den Bürgern in Lautertal vermitteln, es liege nur an ihnen, die Windkraftanlagen zu einer Touristenattraktion zu machen. Weiter...

Bundesrat soll Mindestabstände ändern

Knodener fühlen sich alleine gelassen, BA vom 8. Januar

Vielen Dank für die umfangreiche und sachliche Berichterstattung. Bezüglich des Abstandes der Windkraftanlagen zur Wohnbebauung möchte ich gerne auf einen weiteren Fakt hinweisen: Weiter...

  Transparent statt Leserbrief  © 12.12.2013

Bürger in Lautertal werden entmündigt
Windkraftanlagen in Lautertal

Mit großem Interesse besuchte ich im November die Bürgerversammlung in Gadernheim. Die leider sehr laienhafte Führung der Veranstaltung brachte nicht viel Klarheit. Die Stimmung im Saal drohte daraufhin zu kippen. Weiter...

ENERGIEPOLITIK: 
Lautertal eignet sich nicht für Großanlagen

Debatte um Windkraftanlagen

Selbst wenn man kein Windkraftgegner ist und meint, dass regionale und örtliche Anlagen durchaus sinnvoll und zweckdienlich errichtet werden sollten, ist von Fall zu Fall jeweils auch das Für und Wider abzuwägen und Kollateralschäden und unabsehbare Belastungen von vornherein auszuschließen. Meine Argumente schließen sich den Beiträgen im BA von Peter Rohlfs, Helmut Lechner, Heinrich Stock und dem Infoblatt "Windkraft im Einklang mit Mensch und Natur" an. Die einfache Frage lautet. Hat die Gemeinde Lautertal topographisch und siedlungstechnisch überhaupt geeignete Voraussetzungen für die Errichtung von Windkraftanlagen sowohl der ersten Generation als auch in der Größenordnung der heute installierten Giganten?

1. Die Topographie der Gemarkung Lautertal mit beachtlich großen Waldflächen - dazwischen besiedelt von elf größeren und kleineren Ortsteilen sowie fünf bis sechs Weilern lässt nirgendwo in Freiflächen die als Minimum zu fordernden Sicht-Mindestabstände von 800 Metern zu.

2. Selbst bei unverantwortlicher, ja: frevelhafter Waldrodung werden solche Sichtabstände unterschritten.

 

"Fehlentwicklungen verhindern"

3. Waldrodungen für Windkraftstandorte oder Schneisen sind weitere Rückbildungen unseres Ökosystems Wald, die zwar - gemessen am Ausmaß weltweiter Regenwaldvernichtung - gerne als bedeutungslos abgetan werden; dafür sind wir mit der Zersiedelung und Zubetonierung aber auch sehr viel weiter fortgeschritten als andere Regionen.

4. Die stark eingeschnittene Berg- und Tallandschaft mit Wald und Bebauung lässt bestenfalls unterdurchschnittliche Windleistungen zu.

5. Hinzu kommen alle bereits vorgebrachten triftigen Argumente, die einem solchen Vorhaben im Wege stehen.

Mein Fazit: Das mag man bedauern, aber Lautertal eignet sich nicht für die Installation von Groß-Windkraftanlagen. Dementsprechend sind Konsequenzen zu ziehen und Fehlentwicklungen von vornherein zu verhindern.

Nüchtern beobachtet stellt sich in zahlreichen Odenwaldgemeinden in unserer Umgebung die Situation ähnlich dar. Dort ist anzuraten, die gleichen Kriterien für die Entscheidungsfindung anzuwenden. Trotzdem sollte in allen Regionen untersucht werden, welche Orte geradezu prädestiniert sind, wenn sie optimale Voraussetzungen erfüllen, um eine höchstmögliche wirksame Dezentralisierung der regenerativen Energieerzeugung zu erreichen.

Hans Seeger,  Beedenkirchen                                                     © Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 12.12.2013

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/leserbriefe/lautertal-eignet-sich-nicht-fur-grossanlagen-1.1322781

ENERGIEPOLITIK:
Warum hat die SPD keine Fotomontagen erstellt?
Windkraft-Anlagen in Lautertal, Pressemitteilung der SPD (BA vom 9. Dezember)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Einerseits beklagt die SPD unrealistische Fotomontagen seitens der IGW und andererseits wird behauptet, die Öffentlichkeit sei immer umfassend informiert gewesen - mit dem Hinweis, dass alle relevanten Beschlüsse in öffentlichen Sitzungen gefasst wurden und darüber in der Zeitung berichtet wurde.

Es ist jedoch ein Unterschied, ob ich als Bürger von den Beschlüssen nur lese, mir aber kein unmittelbares Bild von den Dimensionen und den Standorten der Windmasten machen kann. Zum ersten Mal richtig vor Augen geführt wurden mir die Dimensionen (200 Meter Gesamthöhe) und die Nähe zur Bebauungsgrenze (1000 Meter) bei der Bürgerversammlung in Gadernheim, wo der Fachplaner Jürgen Simon maßstäbliche Fotomontagen zeigte.

"Absicht oder Fahrlässigkeit?" 

Diese Fotomontagen sind Bestandteil des Immissionsgutachtens, das als Anhang des Bauantrags für die Windmasten erstellt wurde, und können von jedem interessierten Bürger beim Regierungspräsidium in Darmstadt eingesehen werden. 

Warum hat die SPD denn nicht selbst schon 2012 solche Fotomontagen anfertigen lassen und sie offensiv der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt ? Ob hier Absicht oder Fahrlässigkeit vorliegt, überlasse ich der Beurteilung des geneigten Lesers. 

Sich jetzt über "unrealistische" Fotomontagen seitens der IGW zu beklagen und zu behaupten, man habe die Bedenken der Bürger jederzeit ernst genommen, ist vor diesem Hintergrund noch unverständlicher. Ich persönlich hätte jedenfalls bei der letzten Kommunal- und Bürgermeisterwahl in Kenntnis der vom Planungsbüro erstellten Fotomontagen weder die SPD noch Jürgen Kaltwasser gewählt - und vermutlich geht es nicht nur mir so. 

Meine persönliche Konsequenz lautet deshalb: Ich werde als ansässiger selbstständiger Gewerbetreibender nach erfolgter Baugenehmigung meinen Geschäftssitz nach Bensheim verlegen, so dass die von mir zu zahlende nicht unerhebliche Gewerbesteuer zukünftig nicht mehr der Gemeinde Lautertal zufließen wird.

Jürgen Röhrig
Reichenbach                                                                             © Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 11.12.2013

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/leserbriefe/warum-hat-die-spd-keine-fotomontagen-erstellt-1.1321260


WINDKRAFT:  Angst vor sinkenden Immobilienpreisen

Zur Debatte um die Lautertaler Windkraftplanung nehmen mehrere Bürger Stellung:

Die Gemeindevertretung ist gewillt, insgesamt drei Windräder mit jeweils 203  Metern Höhe im Lautertal errichten zu lassen. Durch Verpachtung der gemeindeeigenen Fläche könnten maximal 20 000 Euro pro Jahr in die Gemeindekasse fließen, pro Lautertaler Bürger und Jahr maximal 2,80 Euro.

Mit der Zustimmung für die Windräder im Lautertal vernichtet die Gemeindeverwaltung private Werte in Millionenhöhe der Bürger. Tatsache ist, dass in vergleichbaren Gemeinden, in denen Windräder stehen, die Immobilienpreise nach Errichtung der Windräder für Häuser und Grundstücke um 20 bis 30 Prozent gefallen sind - in einigen Bereichen um 50 Prozent (Quelle: Bodenmanagement Hessen). Diese Wertminderung nimmt ein Teil der Gemeindevertretung billigend in Kauf, um je Bürger pro Jahr 2,80 Euro einnehmen zu können. Niemand, auch kein Bundes- oder Landesgesetz, zwingt die Gemeindevertretung, die Fläche für die Windräder zu verpachten.

Wann gibt die Gemeindevertretung endlich den Ausstieg aus diesem unsinnigen und bürgerschädlichen Projekt bekannt? Die Bürger sollten sich gegen die Entwertung und "kalte" Enteignung ihres Eigentums wehren!

Familie Aust
Familie Mrotzek
Anja Hellinger
Monika Müller
Mirko Jährling
Roman Essinger
Wolfgang Lampert
Eugen Plutta                                 Lautertal                © Bergsträßer Anzeiger, Montag, 09.12.2013

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/lautertal/angst-vor-sinkenden-immobilienpreisen-1.1318431


WINDKRAFT:

Nur 2,81 Euro Pacht pro Jahr und Bürger

Bürgerversammlung in Gadernheim

Seit Mitte der 90er Jahre, damals zunächst in den USA, habe ich wiederholt Windparks in verschiedenen Ländern besichtigt. Seitdem bin ich ein überzeugter Verfechter dieser alternativen Technologie zur Energiegewinnung. Allerdings standen diese Anlagen immer in großem Abstand zur nächstgelegenen Wohnbebauung.

Nie hätte ich gedacht, dass es im Lautertal so weit kommen könnte, dass diese gigantischen Industrieanlagen in unmittelbarer Nähe zur dort lebenden Bevölkerung errichtet werden sollen - und das alles nur, um lächerlich geringe Pachteinnahmen von einem Energiekonzern einzustreichen.

Inzwischen steht zu befürchten, dass es für die geplanten Schwachwindanlagen nur eine geringe Pacht geben wird, denn sie werden an Orten errichtet, die eigentlich gar nicht für die Erzeugung von Windkraft geeignet sind. Geht man von einer Pacht von 20 000 Euro pro Jahr aus und legt man diesen Betrag auf die 7100 Lautertaler um, so wären das 2,81 Euro pro Bürger. Was für eine Schande!  Dafür sollen Menschen leiden?  Dafür sollen Natur und Landschaft geopfert werden? Dafür sollen unsere Häuser bis zu einem Drittel oder gar zur Hälfte ihres Wertes verlieren?

Am 12. Dezember wird Bürgermeister Jürgen Kaltwasser im Rahmen der Sitzung der Gemeindevertretung vereidigt. Ich erwarte von ihm, dass er wieder der Bürgermeister aller Lautertaler sein und nicht nur den Ideen seiner grünen Kooperationspartner folgen wird. Ich ermutige alle Lautertaler Bürger - so wie ich - zu dieser öffentlichen Veranstaltung in die Lautertalhalle zu gehen. Unsere Gemeindepolitiker müssen wissen, dass ihnen auf die Finger gesehen wird. Hinter vorgehaltener Hand stimmen mir ja selbst zahlreiche alte SPD-Genossen in meiner Haltung zu.

Die Bevölkerung darf es sich nicht weiter bietenlassen, dass ohne ihre Beteiligung beziehungsweise gegen ihren Willen schwerwiegende Entscheidungen für die nächsten Jahrzehnte getroffen werden.

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 07.12.2013

Heinrich Stock
Reichenbach

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/leserbriefe/nur-2-81-euro-pacht-pro-jahr-und-burger-1.1316567


WINDKRAFT: Standort Lautertal


Stromkunden zahlen für Lobbyismus

Es ist schon merkwürdig, wie die selbst ernannten und gestandenen Verfechter der Windkraftanlagen in Lautertal, ihre umstrittene Entscheidung rechtfertigen. Man gibt offen zu, dass die Windräder keinerlei Gewinn oder Attraktivität für Natur und Landschaft darstellen. Deshalb philosophiert man über "immer dagegen sein reicht nicht" mit Sympathie und Solidarität für Menschen in Deutschland, Europa und der Welt, die unter einer gescheiterten Energiepolitik leiden müssen.

Norddeutschland, Garzweiler oder Tschernobyl sind nur einige Synonyme. Der zynische Blick auf Biblis lässt Windräder auf dem Haurod als Befreiung erscheinen, ohne zu erkennen, dass damit zusätzliche Schandbilder entstehen.

Und dann "unsere Kinder", die in Zukunft die Zeche bezahlen müssen, als würden sie durch die Aktion in Lautertal befreit. Kein Unternehmen würde ohne Gewinn- oder Erfolgsanalyse Millionen Investitionen für sein Produkt tätigen. Erbauer und Betreiber müssen sich hier mit dem Bau der riesigen Anlagen keine Sorgen machen. Die Vergütungen und Subventionen garantieren ihnen eine Rendite von sechs bis zehn Prozent auf ca. zehn bis 20 Jahre. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Wind weht oder nicht.

Die Stromkunden müssen auf jeden Fall für diesen absurden Lobbyismus bezahlen. Der Hessenforst freut sich über eine gewinnbringende Holzeinschlagquote, seine Ziehwege werden kostenfrei befestigt und ausgebaut. Das zuständige Ministerium in Wiesbaden frohlockt ob der zu erwartenden Erfüllung der zweiprozentigen Landschaftsklausel, zumal der neue grüne Koalitionspartner mächtig Druck ausübt. Deshalb muss jetzt das Verfahren zügig umgesetzt werden.

Und was bleibt für die Gemeinde Lautertal? Schlappe 25 000 Euro pro Jahr aus Pachteinnahmen, die noch nicht einmal eine gesicherte Straßenbeleuchtung garantieren. Der Strom geht in einen anonymen Pool und fließt möglicherweise kostenfrei nach Holland oder in gewisse Hähnchenschlachtereien. Die Schweiz hat schon ihre umweltfreundlichen Wasserkraftkapazitäten gedrosselt, weil der Import von Ökostrom aus Deutschland günstiger ist.

Dafür werden mit Wischi-Waschi-Argumenten Auswirkungen auf Natur, Landschaft, Lebensqualität der Menschen, der Pflanz- und Tierwelt ungeprüft und bewusst in Kauf genommen. Und das in einem beeindruckenden Natur- und Landschaftsschutzgebiet. Warnungen von Naturschützern, den Vogelschützern, der Jäger und Landwirte, des Odenwald-Clubs, die Fingerzeige von Naturpark Bergstraße Odenwald und dem UNESCO-Geopark werden abgetan oder ins Lächerliche gezogen. Auch aus unseren Partnerstädten in England und Frankreich kommt ein Bedauern über diesen Eingriff in die Bilderbuchlandschaft. Wo bleibt eigentlich die vor den Wahlen propagierte Beteuerung, Politik nur zusammen mit den Bürgern und zum Wohle aller durchzuführen? Jetzt werden ein Bruch und eine Spaltung in der Gemeinde wissentlich in Kauf genommen. Oder will man sich absolut ein Denkmal setzen?

In den letzten Jahren wurde so viel Positives auf den Weg gebracht für Lautertaler und Gäste, eine Oase des Wohlfühlens in einer gepflegten Umwelt mit sanftem Tourismus. Die vielen internationalen und nationalen Wanderwege mit Ruhebänken rund um den Nibelungensteig, mit den einzigartigen unverbauten Aussichtsmöglichkeiten werden zur Farce. Die Brücke über das Felsenmeer ist dann der Logenplatz für die 200 Meter hohen Windkraftanlagen. Auch die erfolgreiche Aktion "Lärmfeuer" wird zu einem absurden Unterfangen. Man braucht in Zukunft nur auf die blinkenden Giganten zu schauen, die man dann von Worms über das Lautertal nach Frankfurt und in den Spessart bewundern kann.

Es bleibt spannend zu erfahren, wie das angekündigte Tourismuskonzept der Gemeinde unter den neuen Voraussetzungen aussehen wird. Beispielsweise könnte man ja die Geschichte von Don Quichotte nach Lautertal projizieren, vom "Ritter der traurigen Gestalt", der gegen Windräder als vermeintliche Riesen kämpft. Dann hätte das Riesenepos in Lautertal eine neue Dimension. In jedem Fall bekommt Heinrich Heine mit seiner Satire eine neue Bedeutung: "Lautertal, ein Wintermärchen."

© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 06.12.2013

Helmut Lechner

Reichenbach

WINDKRAFT: Anlagen für Knoden

Konkrete Zahlen zu Abstandsregelung
Lesermeinung zur Planung von Windkraftanlagen auf Lautertaler Gebiet:

Ich möchte Informationen zu Fragen liefern, die die Bürger von Knoden besonders beunruhigen. Hierzu die Internet Seite des RP in Darmstadt zu diesem Thema:

  http://www.rp-darmstadt.hessen.de/irj/RPDA_Internet

 Es sind drei Windkraftanlagen geplant; das betroffene Gebiet wird "Haurod" genannt. Eine Anlage soll direkt dort entstehen. Zwei der Anlagen sind aber am Fuße des Knodener Kopfes (511 Meter), auf Knodener Gemarkung, geplant - eine westlich des Knodener Kopfs auf etwa 390, die andere östlich am Hohensteiner Weg auf etwa 400 Höhenmetern. Die Anlagen selbst haben eine Höhe von 200 Metern. Die Nabenhöhe war laut dem Vortrag vom Planer Simon 141 Meter. Der Abstand der westlichen Anlage zu Knoden wäre 750 Meter, der Abstand zur östlichen Anlage 600 Meter. Der Lärm beträgt laut Auskunft des Herstellers bei Volllast 105 Dezibel, das ist drei Dezibel lauter als eine Stihl Motorsäge mit drei PS. Volllast heißt nicht Sturm, sondern meint den Wind, der die Anlage auslastet.

Man muss bedenken, dass die geplanten Anlagen die größten in Hessen sind - größer als die zwei neuen, die bei Neutsch dazugekommen sind. Dies gar nichts zu hören ist.

Klar ist Knoden im Flächennutzungsplan zum größten Teil für Mischbebauung (M) eingetragen. Leider hat das zur Folge, dass auch Mittelwerte von 45 Dezibel erlaubt sind. Die Einstufung als M kommt aber daher, dass früher hier oben alles Bauernhöfe waren. Es gibt aber heute keine aktiven Landwirte mehr im Ort. Es ist ein ruhiger Wohnort geworden. Die Weiden sind verpachtet, oder im Sommer stehen hier Rinder oder Pferde von anderen Züchtern.

DIESER LÄRM KOMMT DANN AUCH NACHTS VON ZWEI SEITEN AUF DAS DORF ZU, IN DEM SONST NACHTS nichts zu Hören ist.


Nachts leuchten rote Lichter

Hier hört man nachts nichts, und es ist vollkommen dunkel, wenn um Mitternacht die Beleuchtung ausgeschaltet wird. Die Masten der Windräder sind mit roten Leuchten ausgestattet, die nachts blinken - sei es, weil sie so geschaltet sind, oder durch die Drehung der Rotoren. Der Schall und das Licht kommen nicht aus 200 Metern Höhe - die Windräder sind mit ihrem Mittelpunkt genau auf unserer Höhe, denn Knoden liegt auf 470 Metern über N.N.

Zum Standort am Hohensteiner Weg: Laut Karte von Herrn Simon steht er bei der Hauptwindrichtung Süd-West im Windschatten/Lee vom Knodener Kopf - ebenso bei Wind aus Süd bis Ost, weil dann die Anhöhe zwischen Knoden und Breitenweisen den Wind bremst.

Der Standort am Hohensteiner Weg hat nur etwa 400 Meter, der Knodener Kopf 511 Meter Höhe, ohne Bewuchs. Ebenso ist die Anhöhe östlich und südlich etwa 500 Meter hoch, dazu kommen die Bäume mit 25 bis 30 Metern. Also steht das Windrad mit 141 Metern Nabenhöhe zur Hälfte im Windschatten. Dies wurde vom Planer Simon bei der Bürgerversammlung so bestätigt. Die Höhe der Radnabe bei dem Standort am Hohensteiner Weg beträgt etwa 30 Meter über der Wiese am Nibelungensteig - unsinnig für ein Windrad, ärgerlich für uns. Hier kommt der Gedanke auf, dass dieser Standort nur hinzugekommen ist, weil die zu erstellende Zufahrt von der K55 hier vorbeikommt.

 Weder Gemeindegremien noch GGEW oder die Energie-Genossenschaft Starkenburg machen irgendwelche Anstalten, die Bürger mit ins Boot zu holen. Meine E-Mails an die Energie-Genossenschaft  blieben unbeantwortet. Bei der vorletzten Sitzung in Gadernheim ging es um die Standorte "HeiKe" zwischen Schannenbach und Ober-Hambach. Da wurde gesagt, die Anwohner, die am nächsten zur Anlage sind, werden am ehesten, nun wurden sie aber am wenigsten informiert.

 Auch die allgemeinen Äußerungen des Bürgermeisters sind genau zu beleuchten.

Ja ,die Gemeindevertretung hatte einer grundsätzlichen Suche nach Standorten für Windkraft zugestimmt. Doch damals waren Abstände von 1000 Metern in den Planungen vorgesehen - nicht, wie jetzt, 600 Meter. Das waren zumindest die Informationen zu Standards, die damals auch durch die Bürgerversammlung in Gadernheim zum Thema HeiKe (Heiligenberg/Kesselberg) bestätigt wurden. Auch die jetzige Größe hatte damals keiner vor Augen. Die 1000 Meter stehen meines Wissens auch im Entwurf des Regionalplan Südhessen. Dieser ruht zurzeit, bis die neue Landesregierung im Amt ist und ihn dann auf den Weg bringt.

Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Genehmigung der WKA so schnell wie möglich durchgesetzt werden soll, bevor die Bürger genug Zeit haben, Informationen zu sammeln und sich eine Meinung zu bilden. An den Bürgermeister gerichtet: So nicht!

Peter Rohlfs; - Knoden -

                      © Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 03.12.2013

ENERGIEWENDE:    Windräder sind so hoch wie der Fernsehturm

Bürgerversammlung in der Heidenberghalle zum Thema Windkraft, BA vom 27. November

Einige Fakten zu Windrädern im Lautertal - wollen wir das? Drei Windräder mit jeweils 203 Meter Höhe (zum Vergleich: der Kölner Dom hat 156, der Fernsehturm in Mannheim 212 Meter Höhe). Die Rotoren haben einen Durchmesser von 117 Metern (ein Fußballfeld hat eine Länge von maximal 107 Metern).

Der Abstand der Windräder beträgt nach Knoden 650 Meter, zum Hofgut Hohenstein 610 Meter, zum alten Forsthaus am Hohenstein 570 Meter. Ab den 1. Januar 2014 sind in Deutschland zu Wohngebieten mindestens 1000 Meter Abstand einzuhalten.

Ein Antrag für ein Windrad mit weniger Abstand ist ab dem 1. Januar nicht mehr genehmigungsfähig. In England müssen sogar 3000 Meter eingehalten werden.

Die Windräder sorgen für eine Geräuschbelästigung das ganze Jahr über, Tag und Nacht, rund um die Uhr. Die Folgen sind ein Verlust von Lebensqualität und von Geldwerten für alle Lautertaler Bürger sowie die dauerhafte Zerstörung der Landschaft und Natur.

Wollen die Lautertaler Bürger das? Wir, die Unterzeichner wollen das nicht. 

Klaus EssingerPeter HerbstMitzi Morgan
Bernd NaujoksEugen PluttaHubert Rechel
Reichenbach                                                                                      © Bergsträßer Anzeiger, Montag, 02.12.2013

Diesen Link HAT uns ein besorgter Bürger geschickt -ZDF Frontal 21-http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/live#/beitrag/video/2011518/Frontal21-Sendung-vom-22-Oktober-2013  

Der für uns wichtige Beitrag beginnt bei Minute 23. Bürger der Soonwaldgemeinden können nachts nicht mehr schlafen.Bald auch in Lautertal Reichenbach und Elmshausen??


ENERGIEPOLITIK:

Politik gegen die Verbraucher muss gestoppt werden

"Öko-Umlage soll um einen Cent steigen", BA vom Mittwoch, 9. Oktober

Zum Teufel mit dieser ungerechten EEG-Umlage! Dieser Wucher ist für immer mehr Menschen existenzbedrohend und entwickelt sich zu einer einseitigen Belastung für die Verbraucher. Nur knapp die Hälfte dieser Einnahmen kommt den erneuerbaren Energien zugute. Stattdessen wird der Hauptanteil zur Förderung der Industrie und der Stromlobby missbraucht. Inzwischen sind circa 3000 Unternehmungen von der EEG-Umlage befreit; dazu gehören auch manche, die eigentlich gar nichts produzieren und keinerlei Wettbewerb unterliegen.

Die Kanzlerin hat 2011 vollmundig versprochen, dass die EEG-Umlage bei 3,5 Cent und der Strompreis damit bezahlbar bleibt. Stattdessen ist die Umlage 2012 extrem auf 5,3 Cent gestiegen.

Von der Kanzlerin hört man dazu nichts mehr, sie duckt sich mal wieder einfach weg. Nun wird schon wieder dreist spekuliert, dass die Umlage 2014 nochmals um einen Cent steigen soll.

Dazu kommt die verbraucherfeindliche Bundesnetzagentur als übler Preistreiber, die Tür und Tor für weitere steigende Netzentgelte weit geöffnet hat.

Schnellstens handeln

Fazit: Die gesamte Energiewende wird scheitern, wenn nicht schnellstens gehandelt wird. Denn zu den bisherigen gewinnverwöhnten Strom-Oligarchen hat sich ein neuer Lobbyismus für die erneuerbare Energie etabliert. Dem kommt es inzwischen mehr auf eine ökonomische Gewinnmaximierung an; ökologische Werte sind längst zweitrangig geworden.

Windräder müssen öfters wegen der zu hohen Stromförderung abgeschaltet werden - Strom wird auch oft ans Ausland verschenkt. Die notwendigen Stromtrassen fehlen überall, usw. usw.                           Der Staat ist der eigentliche Preistreiber und mit seiner erfinderischen und nimmersatten Steuer- und Gebührenumlagen-Politik der Hauptverantwortliche für die hohen Strompreise. Paradox ist: Gebührenumlagen und Steuern werden nochmals zusätzlich mit der Mehrwertsteuer besteuert.

Es unbedingt notwendig, diese abträgliche Politik gegen die Verbraucher zu stoppen, notfalls mit einer Klage vor dem obersten EU-Gerichtshof.

Josef Strohmeier, Zwingenberg                                                © Bergsträßer Anzeiger, Donnerstag, 17.10.2013

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/leserbriefe/politik-gegen-die-verbraucher-muss-gestoppt-werden-1.1246137


WINDKRAFTNUTZUNG:

Nichts war es mit der versprochenen Transparenz

Leserbrief "Spione im Amtszimmer des Bürgermeisters", BA vom 10. Oktober

In dem Leserbrief wurden viele Probleme der zukünftig geplanten Energieversorgung aufgezeigt. Vom St.-Florians-Prinzip über den Braunkohletagebau bis hin zur vermuteten Spionageaffäre im Rathaus ist alles ausführlich dargelegt. Man kann die gleiche Meinung wie die Briefeschreiberin oder auch eine ganz andere Sichtweise der Dinge haben. Beides muss eine lebendige Demokratie aushalten.

Wenn aber der Anlass des Beitrags die Sitzung der Gemeindevertretung ist, so möchte ich mal an die Kindheit der dort kritisierten Mitglieder der Fraktionen von SPD und GLL erinnern. Wenn man einmal als überwiegend braver Sprössling richtig Mist gemacht hat, was sicher jedem passiert ist, gab es zwei Möglichkeiten:

1. Man hat seine Verfehlung reumütig zugegeben (es war ja eh schon alles rausgekommen), um mit dem unwiderstehlichen Blick großer Kinderaugen jedes Elternherz zu erweichen. Nach einer strengen Ermahnung, die den Erziehungsberechtigten meist schon insgeheim zu streng erschien, war die Sache schnell vom Tisch.

2. Man gab eine gewisse, aber eher geringfügige Beteiligung an der Sache zu, die ihren Anfang bereits vor dem eigenen Eintreffen am Tatort nahm: Sowieso haben die Nachbarsjungen viel mehr gemacht, und von denen wurde man auch noch zum Mitmachen gezwungen. Und die anderen waren es auch, die vorige Woche an dem Streich an der Schule beteiligt waren.

Die zweite Taktik führte allerdings meist zu langen, unschönen Diskussionen, bei der sich die beteiligten Parteien wechselseitig mit allerlei Vorwürfen bedachten. Und nun weg von der Kindheit und hin zum Herbst 2013: Ja, die im Verteiler der zitierten E-Mail genannten Gemeindevertreter haben richtig Mist gebaut. Es wurden längst sehr konkrete Gespräche über die Planung und Errichtung von Windkraftanlagen geführt. Die Ergebnisse der Windmessung waren bekannt, wurden aber auf Nachfrage stets verleugnet. Nichts war es mit der versprochenen Transparenz, nichts mit der vielzitierten Mitnahme der Bürger. Darum ging es in der Sitzung der Gemeindevertretung.

Die Mitglieder der Fraktionen von SPD und GLL sollten überlegen, ob die von mir unter 1. beschriebene Taktik nicht die bessere gewesen wäre. Ich bin sicher, dass unsere Gemeindevertreter es nur gut gemeint haben, und das Beste für die Gemeinde Lautertal erreichen wollten. Aber wie so oft ist "gut gemeint" das Gegenteil von "gut gemacht".

Harald Lannert, Schannenbach © Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 12.10.2013


https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/lautertal/nichts-war-es-mit-der-versprochenen-transparenz-1.1239331

ENERGIEPOLITIK:

Windräder werden völlig sinnlos in den Wald gestellt

"Streit über Windkraft geht weiter", BA vom 4. Oktober

Sagenhaft, wie ein von den Machenschaften des Herrn Maus offensichtlich frustriertes Mitglied der SPD diese öffentlich gemacht hat. Leider gibt der Artikel über die Sitzung der Gemeindevertretung die ganze Tragweite des Skandals nur weichgespült wieder.

Deutlich wurde, dass GLL und SPD in verräucherten Hinterzimmern (oder gar in den Räumen des Bürgermeisters?) den Bau von Windkraftanlagen im Haurod vorantreiben, obwohl ganz klar zu erkennen ist, dass diese völlig sinnlos in den Wald gestellt werden.

Vor der Missachtung der Vorgaben des Landesentwicklungsplanes Hessen scheint man dabei nicht zurückzuschrecken. Tatsachen sollen geschaffen werden, ohne die betroffenen Bürger zu befragen. Im Gegenteil, die Sache muss schnell über die Bühne gehen, um der Rechtskraft des Regionalplanes und den darin zu erwartenden Vorschriften zuvorzukommen, damit Planer, Projektierer und Investoren noch rechtzeitig die Subventionen der Stromkundschaft "abgreifen" können.

Aber tritt dieser Gewinn tatsächlich ein? Bei zu erwartenden Windgeschwindigkeiten von um die 5,5 Meter pro Sekunde werden die sogenannten Volllaststunden unter der wirtschaftlich notwendigen Marke von 2000 bleiben. Verluste sind programmiert, was an anderer Stelle im Odenwald bereits dokumentiert ist (Hainhaus). Nicht umsonst kann man den Schildern am Geisberg bei Mossautal entnehmen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass die Gewinnversprechungen nicht eintreten, bei 25 Prozent liegt. Kein seriöser Investor würde bei diesem Ausfallrisiko das ihm anvertraute Geld Dritter in ein solches Projekt stecken.

Alle Lautertaler Bürger sind aufgefordert, dagegen aufzustehen und zu protestieren, bevor sie ihre schöne Landschaft ruiniert bekommen. Es stehen schon genügend Windräder in Deutschland, das inzwischen schon gar nicht mehr weiß, wohin mit dem vielen "Ökostrom".

Bernd Lehmann, Elmshausen              © Bergsträßer Anzeiger, Mittwoch, 09.10.2013


WINDKRAFT

Energiewende muss mit Vernunft geschehen

Windkraftnutzung in Lautertal

In einem Leserkommentar vom 9. September wird beklagt, dass nicht mehr über die Verminderung des Kohlendoxid-Ausstoßes berichtet wird. Der Verfasser eines Leserbriefes vom 2. September ("...dann wird Deutschland zur Rotorsteppe") wird bei den Energiewende-Gegnern eingereiht. Den Verfasser kenne ich persönlich. Er richtet sich keineswegs gegen die Energiewende.

Ohnehin war die Mehrheit der Bevölkerung - zu 60 Prozent - schon 2002 beim Atomausstieg  (1. Energiewende) für die Abschaltung der Kernkraftwerke. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Der "Umweg" über Fukushima war meines Erachtens auch ganz unnötig, leider jedoch politisch gewollt. Der Anteil der Kernkraftgegner in Deutschland hat sich seitdem nur noch erhöht.

Energiewende-Gegner wird der Verfasser des Leserbriefes vom 9. September nur noch mit Mühe finden, Befürworter einer Energiewende mit Vernunft jedoch umso leichter und umso mehr.

Was ist aber mit der Verminderung der Kohlendioxid-Emissionen? Da waren wir eine ganze Weile auf einem guten Weg, wie die Studie des Fraunhofer-Institutes Karlsruhe gezeigt hat. Vieles hat sich seitdem jedoch geändert, denn wir schalten seit der dritten Energiewende (nach Fukushima) gar nicht die Kohlendioxid emittierenden Braunkohle- und Steinkohlekraftwerke ab, sondern vielmehr kohlendioxidfreie Kernkraftwerke und nehmen Kraftwerke mit günstiger Kohlendioxid-Bilanz aus dem Markt.

Die inzwischen schwerwiegend fehlgeleitete Energiewende führt dazu, dass der ungezügelte Ausbau von Photovoltaik, aber viel mehr noch von Windkraftanlagen die wertvolle Natur zerstört, Lebensraum für Tiere vernichtet, Lebensqualität und Gesundheit gefährdet und einen gigantischen Stromüberschuss erzeugt. Dieser wird an die Börse gebracht, verschenkt, oder er führt gar zu Zuzahlungen, die der Verbraucher subventionieren muss.

Bevor der Stromüberfluss aber verschenkt wird, führt er zu einem Preissturz an der Leipziger Strombörse. Nur Kohlestrom kann den Preisverfall noch mitmachen. Andere Kraftwerke müssen im Verlust gefahren oder abgeschaltet werden. Eine ganze Reihe von Stadtwerken ist deshalb von Millionenverlusten bedroht, Arbeitsplätze sind gefährdet. Das weltweit modernste Gaskraftwerk in Irsching mit der günstigsten Kohlendioxid-Emission bei konventionellen Kraftwerken überhaupt ist nur noch stundenweise am Netz und bringt dem Betreiber Millionenverluste.

Auch der Verbraucher bezahlt für den Stromwahnsinn, nämlich zirka 20 Milliarden Euro allein in diesem Jahr. Denn bei Windstrom wird auch dann gezahlt, wenn er gar nicht geliefert wird wie jetzt bei Riffgat. Das Projekt verbraucht sogar Energie (22 000 Liter Diesel pro Monat) ohne eine einzige Kilowattstunde Strom zu liefern.

In der neuen Grafik des Statistischen Bundesamtes - auch im BA - haben wir gesehen, dass der Strompreis mit jetzt schon 11,8 Prozent der zweitstärkste Inflationsposten ist. Schon am 15. Oktober kommt der nächste Preisschub, wenn die EEG-Umlage für die Haushalte von 6,8 auf etwa 8 Cent weiter erhöht wird. Dazu kommt die Mehrwertsteuer, also unter dem Strich für den Verbraucher ein Preis von 9,52 Cent auf jede Kilowattstunde. Als Folge der Preistreiberei können bereits 800  000 Haushalte ihren Strom nicht mehr bezahlen. Das ist leider die Kehrseite der ungezügelten Energiewende.

Die Entwicklung hat dazu geführt, dass der Kohlendioxid-Ausstoß wieder ansteigt und inzwischen höher ist als vor der Energiewende. Da leistet ein unversehrter Wald mehr Beitrag zur Energiewende, denn er ist ein in sich geschlossenes Ökosystem für nachhaltig kohlendoxid-neutral erzeugte Energie - mehr jedenfalls als ein bis auf 750 bis 1000 Meter an die Städte und Dörfer heran abgeholzter Wald mit vielen Windrädern.

Die Einspeisevergütung ist das Lockmittel für Lobbyisten und Ökoprofiteure - und Ursache für den ungehemmten Ausbau und für die Verschiebungen zulasten der Verbraucher, auch der Klein- und Mittelbetriebe. Die Einspeisevergütung ist garantiert, egal ob Strom gerade benötigt oder verschenkt wird. Sie wirkt wie eine Steuer bis in den ärmsten Haushalt hinein. Selbst wenn die Befreiungen zugunsten der Haushalte noch geändert würden, so müsste doch unsere Volkswirtschaft die Kosten an einer anderen Stelle tragen - oder schlimmer, die Arbeitsplätze verlagern. Das ist für 20 Jahre garantiert.

© Bergsträßer Anzeiger, Samstag, 28.09.2013

 Frank Hendricks, Lautern

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/lautertal/energiewende-muss-mit-vernunft-geschehen-1.1221398


Windkraftnutzung:

Bürgermeister steht mit dem Rücken zur Wand.        Bürgermeisterwahl in Lautertal

Die Diskussion der Bewerber um das Bürgermeisteramt in Lautertal hat folgendes deutlich gemacht:
Der Haushalt der Gemeinde Lautertal soll nach dem Willen des Bürgermeisters und der Mehrheitsfraktionen von SPD und Grünen über Jahre mit Hilfe der bereits im Plan für 2014 eingestellten Einnahmen in Höhe von 80.000 € saniert werden. Mindestens dieser Betrag wird als Gegenleistung für die Verpachtung gemeindeeigenen, im Außenbereich gelegenen Geländes zum Zwecke der Errichtung und des Betriebs von Windkraftanlagen erwartet. Trotz anders lautender Verlautbarungen des Bürgermeisters muss davon ausgegangen werden, dass bereits über die Höhe der Pacht verhandelt wird. Je mehr Windkraftanlagen auf gemeindeeigenem Gelände errichtet und betrieben werden, je lieber ist es den Verantwortlichen. Offenbar sehen diese anders als Gegenkandidat Gries keine anderen Möglichkeiten zur Haushaltssanierung. Daher stehen Bürgermeister und Mehrheitsfraktionen hinsichtlich der Zulassung von Windkraftanlagen praktisch mit dem Rücken zur Wand. Selbst wenn sie die anhaltende Diskussion nachdenklich gemacht haben sollte, dürften sie sich kaum noch in der Lage sehen, den Sorgen und Einwendungen betroffener Bürger Lautertals oder der Landschafts- und Naturschützer Rechnung zu tragen, ohne die Gefahr eines Verlustes  des finanziellen Schutzschirmes des Landes Hessen heraufzubeschwören.

Daher stieß das Petitum von Prof. Kerstin-Schultz, schützenswerte Räume wie insbesondere den UNESCO-Geopark Odenwald-Kreis Bergstraße zu verschonen oder der Appell des Landrates Wilke, wenigstens die Einhaltung der Vorgaben des Regionalplanes noch vor seiner rechtlichen Verbindlichkeit zu beachten, beim Bürgermeister und anderen Verantwortlichen auf taube Ohren.

Die Wandlung des UNESCO-Geoparks im Bereich Lautertals in einen „Windkraft-Industriepark“ könnte sich daher, wenn die Wünsche der Verantwortlichen wahr werden sollten, in ein bis zwei Jahren vollziehen.
Die IGW-Lautertal rechnet daher damit, dass die Verantwortlichen alles tun werden, um möglichst schnell, möglichst viele Zulassungen für Windkraftanlagen einzuholen, bevor die restriktiven Vorgaben des Regionalplanes wirksam werden.
Die IGW-Lautertal wird gleichwohl nicht „die Flinte ins Korn werfen“, sondern alle, die im Einwirkungsbereich geplanter Anlagen gegen deren Zulassung vorzugehen gedenken, mit den zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen. Der geringste Erfolg, der durch diese Klagen erreicht werden könnte, läge darin, dass während der Dauer des Gerichtsverfahrens der Regionalplan rechtswirksam wird und die noch auf Grund bisher gültiger Rechtsgrundlage erteilte Zulassung für die Windkraftanlagen wegen Verstoßes gegen die Vorgaben des Regionalplanes aufgehoben werden müsste. Die Einholung einer neuen Zulassung würde wegen veränderter Rahmenbedingungen möglicherweise die Wirtschaftlichkeit des Betriebs der geplanten Anlagen in Frage stellen.
                                                                                              
© Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 27.09.2013

Für die IGW-Lautertal

Florian Lühnsdorf – Elmshausen

https://www.morgenweb.de/region/bergstrasser-anzeiger/lautertal/burgermeister-steht-mit-dem-rucken-zur-wand-1.1219201


ENERGIE:

Natur bewahren und nicht durch Windkraft gefährden

Kürzlich, an einem schönen Sommersonntag, war ich in den Weinbergen am Hemsberg Richtung Heppenheim spazieren - genauer gesagt: in der Lage Paulus. Beim Blick in Richtung Westen, so um Alzey herum, stachen mir, dem Spaziergänger, unzählige Windräder ins Auge. Dort, wohin der Blick in die Rheinebene und nach Rheinhessen schweift, hatte die Feldlerche einst ihr Zuhause. Jetzt ist sie verschwunden. Sie steigt normalerweise hoch auf, um ihr Lied zu singen. Aber zwischen den Rotorgiganten hat sie ihren Lebensraum verloren.

Am Bergstraßen-Himmel über mir zogen an diesem Nachmittag Milane, Bussarde und Falken ihre Kreise - bis in den vorderen Odenwald hinein. Das tun sie, wenn sie auf Nahrungssuche sind - aber wie lange noch? Bis auch bei uns in der Region der Wahn einzieht, Windparks zu errichten.

Wie erklärt die Erzieherin des geplanten Waldkindergartens in Lautertal den ihr anvertrauten Kindern, wenn sie bei Spaziergängen durch Rotoren zu Tode gekommene Greifvögel finden, wodurch diese verendet sind?

Auch daran musste ich bei dem Anblick der Vögel im blauen Himmel denken: In den 50er Nachkriegsjahren waren wir noch Kinder. Eines Tages wurden dann die vielen - damals noch vorhandenen - Obstbäume entlang der Nibelungenstrasse mit einer grün-gelben Brühe gegen Ungeziefer gespritzt. Kaum jedoch war der Tankwagen mit den Arbeitern in ihren Schutzanzügen weitergezogen, da mussten wir Kinder bereits tote Vögel eimerweise einsammeln und begraben.

Als Kinder haben wir uns damals weiter keine Gedanken gemacht. Denn damals, nach dem Krieg, war unser heimisches Obst ein wichtiges Nahrungsmittel, und wir haben es zu schätzen gewusst. Heute jedoch dienen die vielen überflüssigen Windparks der puren Gewinnsucht der Windkraftprofiteure - von Notwendigkeit ist das weit entfernt. So richten wir unsere Natur zugrunde. Neben der Bedrohung für unsere heimischen Vögel wird auch noch viel Wald gerodet.

Der Wald aber wird immer wichtiger. Ausgerechnet der Wald - als wichtigster Baustein einer nachhaltigen Energiewirtschaft im Lande - soll nun gerade für die Energiewende abgeholzt (also geopfert) werden und als CO2-Speicher und/oder CO2-Senker verloren gehen. Jahrzehntelang haben wir das Waldsterben durch sauren Regen und andere Emissionen beklagt. Erst seit 2005 ist eine Verbesserung zu beobachten. Jetzt, durch das Einschlagen der gewaltigen Schneisen für die Schwertransportkolonnen, wird das Waldsterben gerade wieder verstärkt. Und dafür werden die Windkraftprofiteure auch noch fürstlich entlohnt.

Hessen ist ohnehin das einzige Flächenland, in dem der Waldbestand abnimmt; in allen anderen Bundesländern steigt er. Unser Wald als fragiles, in sich geschlossenes Ökosystem wird den Eingriff nicht verzeihen. Auf den wertvollen, schützenswerten Baumbestand im Odenwald mit seinem wichtigen Beitrag zur intakten Umwelt, als Lebensraum unserer heimischen Tiere und als Erholungsraum für uns Menschen können wir nicht verzichten. Auch unsere Kinder und Enkel wollen sich daran noch erfreuen.


Rainer Dreiseitl

Lautertal                                                                                          © Bergsträßer Anzeiger, Freitag, 20.09.2013

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